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Unser Camper – Winnebago „Minnie Winnie“

Kanada – kurz aber schön

Vancouver – so schön es war, unser Roadtrip wartet. Dienstag, 2. Mai – wir haben einen Termin mit unserem Camper. Dafür schnappen wir uns den Mietwagen und fahren nach Point Roberts, zu „Best Time RV„. Witzig daran, es liegt in den USA und wir müssen zur Abholung zum ersten Mal in die USA einreisen. Natürlich werden wir rausgewunken und müssen uns dem Grenzbeamten persönlich vorstellen. Kurz Fingerabdrücke nehmen, Stempel in den Reisepass und weiter geht’s. Wie in den letzten Jahren auch, die Einreise klappt stetig ohne Probleme.

Abholung Camper bei Best Time RV

Wir erreichen den Anbieter unseres Campers und erfahren, dass wir zu früh dran sind. 1,5 Stunden Puffer geben uns Zeit für ein Mittagessen am Meer und ein bisschen Entspannung. Dann ist es soweit. Wir suchen den Camper, welchen wir per Foto gebucht haben, vergeblich. Es sollte ein Jeep Wrangler mit Anhänger sein und wir erfahren sofort, warum wir ihn auf dem Platz nicht sehen können. „Der Hänger ist neu und konnte noch nicht geliefert werden, wir mussten sieupgraden und hoffen, das ist ok für sie!“ Ihr könnt euch denken, dass die Dame nur in lachende Gesichter geschaut hat. Wir erhalten unser Upgrade und sind sprachlos. Eine Wohnung auf Rädern und dazu noch nie benutzt, absolut neu und wirklich vom allerfeinsten. Die Fotos zeigen dir alles. Wir freuen uns wie die Kinder an Weihnachten und erhalten noch eine Einweisung in das Camper-Innenleben. 

Zweite Einreise in die USA

60 Eier, in einer Packung … typisch USA

Da wir noch den Mietwagen haben, müssen wir mit zwei Fahrzeugen zum Flughafen Vancouver fahren. Also wieder zurück über die Grenze, Mietwagen abgeben und dann sitzen wir endlich gemeinsam im Camper und können unser Glück wirklich kaum fassen. Nun geht sie also richtig los, unsere Reise entlang dem Pazifik.
Der eigentliche Plan war es, bereits am ersten Tag noch Seattle zu erreichen, aber aufgrund der kleinen Verzögerung ändern wir das. Wir starten Richtung Seattle, überqueren erneut die Grenze zur USA und finden uns auf halbem Weg wieder, in der Nähe von Burlington/Mt. Vernon. Zunächst steuern wir den allseits bekannten „WalMart“ an und statten unseren Camper mit allen nötigen Basics aus, um jederzeit ohne Zivilisation überleben zu können. Ja, hört sich witzig an aber ist tatsächlich so gedacht und auch nötig. Ihr werdet noch erfahren warum. Bei WalMart ist einfach alles größer und wir sind begeistert, von der Auswahl und auch den Preisen.

Übernachtung und Frühstück

Da es schon spät geworden ist fragen wir bei WalMart, ob wir auf dem Parkplatz stehen bleiben dürfen. Fehlanzeige – dies ist vom Staat nicht gestattet, WalMart selbst wäre es total egal. Glücklicherweise befindet sich neben dem Markt direkt ein Campingplatz. Aufgrund der späten Uhrzeit nicht mehr besetzt aber nun stellen wir zum ersten Mal fest, wie freundlich und hilfsbereit die Menschen sind. Wir fragen uns durch und entscheiden dann, dass wir uns einfach einen freien Platz suchen und am nächsten Tag bezahlen. Und sie da: Das ist hier ganz normal und wird jederzeit toleriert. So endet unser erster Tag mit dem Camper und wir verbringen eine wunderbar entspannte Nacht (so werden nicht alle sein) in dem frisch bezogenen und noch nie benutzten Federn.

Enden tut unser Aufenthalt am nächsten Morgen mit einem sehr freundlichen Check-Out (fast alle, die wir treffen kennen Deutschland vom Militär). Wir haben ein sehr freundliches Nachbar-Ehepaar (schon lange in Rente und jetzt das Leben auf 4 Rädern genießen), die uns nochmals eine „richtige“ Einweisung in den Camper geben. Wir erkennen, dass uns vieles nicht erklärt wurde und sind sehr froh, dass wir nun alle Abläufe und wichtigen to-do’s richtig gezeigt bekommen. Nun sind wir wirklich gewappnet (das wir den Backofen nie anbekommen haben, das verraten wir dir nicht), für den Rest unserer Reise.

Camperleben – ein bisschen wie Zuhause

An erster Stelle steht morgens immer das Frühstück. Ungeduscht und im Schlabberlook, einfach wie Zuhause und deshalb so wunderbar entspannt. Dank Herd und komplett eingerichteter Küche (Strom und Wasser ist auf den richtigen Campingplätzen immer vorhanden) genießen wir Rührei, Toast und Kaffee – uns fehlt es an nichts. Nachdem wir alles startklar gemacht haben (spülen, alles verstauen, Dreckwasser und Toilettenwasser ablassen, Frischwasser auffüllen) starten wir völligst entspannt. Voller Dankbarkeit für die netten Menschen und voller Vorfreude machen wir uns auf den Weg nach Seattle. Aber mehr dazu beim nächsten Blogpost …