In: Allgemein

Sonntag, 27. Mai 2018 – 04:45 Uhr … wir sind hellwach, kein Wunder, dank Jetlag. Wir waren um 21 Uhr im Bett und sind dementsprechend topfit. Wir entscheiden uns noch eine Serie auf dem Handy zu schauen und gehen dann gegen 06:00 Uhr zum Sport. Laufband und ein paar Kraftübungen, im hoteleigenen Fitnessraum. Ich muss mich dran gewöhnen, dass hier kein Fenster zu öffnen

ist und alles über Klimaanlage gekühlt wird. Ich liebe wirklich die frische Luft und habe immer offene Fenster um mich herum, aber auch das wird sich auf dieser Reise noch ändern.

Vancouver und seine Inseln

Der erste Tag steht an und wir wollen ganz entspannt die Stadt Vancouver erkunden. Frühstück, typisch für hier (Toast, Butter, jede Menge Gebäck, Bagels, Philadelphia, Marmelade, Pfannkuchen, Schokoaufstrich, Bacon, Würstchen und Rührei). Nicht wie Zuhause, aber ausreichend um sich satt zu essen. Nach dem Frühstück, ab ins Auto. Wir parken mitten im Zentrum (Parken kostet hier ca. 15 Dollar pro Tag). Ein großer Vorteil in CanUSA, alles kann mit Kreditkarte bezahlt werden. Wir haben kein Bargeld, denn selbst die kleinsten Beträge werden hier mit Credit bezahlt. (Wir wünschten, das wäre auch in Deutschland so, schön einfach).

Müll ohne Ende – da können die noch was lernen.
Angebot Whole Foods Market

Vancouver also … irgendwie eine Großstadt wie jede andere. Volle Straßen, jede Menge Obdachlose, viele Touristen. Aber klein und fein entdecken wir z.B. diese schönen Gartenanlagen, in denen die Bewohner ihr Gemüse anpflanzen können. Ebenso entdecken wir den besten Supermarkt, den wir auf der Reise noch öfter besuchen werden (Whole Foods Market). Für den gesunden Einkauf und auch für eine Mahlzeit wirklich super, denn dort gibt es jede Menge frisch zubereitete Lebensmittel (warm und kalt). Ein bisschen wie ein großer BIO-Laden hier bei uns, nur viiiiiel größer. Wir gönnen uns leckere Mittagessen und entdecken den ersten Fehler im System – jede Menge Müll. Da können die CanUSA noch jede Menge lernen. Frozen Joghurt zum Nachtisch, frischen Salat und Wrap zu Mittag und natürlich ab in den bekannten „Stanley Park“. Zu Fuß erkunden wir einige Meter im Hafen und genießen das tolle Wetter. Richtig warm ist es nur in der Sonne, Kanada hat eben keinen Hochsommer.

Unser Ausblick aus dem Hotelzimmer

Was hat Vancouver zu bieten

Wir wechseln von Fuß auf Auto und erkunden damit den kompletten Stanley Park, der wirklich riesig ist und einfach super voll, mit Autos und Fahrrädern, auch für die Einheimischen ein sehr beliebter Ort. Ein Freibad für die heißen Tage und jede Menge Platz für Fahrradtouren.Natürlich gibt’s am Eingang des Parks jede Menge Fahrräder zum Ausleihen – Nachfrage und Angebot läuft hier ziemlich gut. Viel zu sehen gibt es im Park aber nicht, außer natürlich das Wasser und die schöne Aussicht auf die Hochhäuser von Vancouver. Wir verlassen den Park über die Lions Gate Bridge nach West-Vancouver, dort lassen Straßenschilder erahnen welche zauberhaften Landschaften dort noch warten, bei einer nächsten Reise dann. Wir bereisen kurz West- und Nord-Vancouver und lassen uns zum Abschluss von der Star-Wars Premiere berieseln, dank Müdigkeit habe ich selbst allerdings den halben Film verschlafen (Nicht verraten: Es könnte aber auch am Genre liegen).

Mein Highlight in Vancouver

Kleine Bucht Richtung Point Renfrew
Einfahrt zu Vancouver Island

… war eine Überfahrt nach Vancouver Island. Mit dem Auto gehts zum Ferry Terminal nach Tsawwassen (ich weiß immernoch nicht, wie man das ausspricht). Eine Überfahrt mit dem Auto ist hier für Touristen und Einheimische tägliches Geschäft (BC Ferries – Preis ca. 75 Dollar, für 2 Erwachsene und 1 Auto). Die Fähre kann vor Ort gebucht oder auch online reserviert werden. Wir waren spontan, hat super geklappt. Am Ableger gibts ein großes Terminal mit verschiedenen Restaurants und Cafés, hat man Wartezeit, so lässt sich diese sehr gut überbrücken. Wir versorgen uns mit Essen und Kaffe und befahren dann mit dem Auto die Fähre. Ca. 1,5 Stunden Überfahrt lassen uns viel Zeit zum Entspannen, Essen und genießen der Aussicht.

Auch auf der Fähre gibt es ein Restaurant, man läuft also keine Gefahr zu verhungern.

Rundfahrt über Vancouver Island

Die Einfahrt in die Ausläufer von „Vancouver Island“ ist wunderschön (sieht aus wie ein Werbespot von den Fjorden in Norwegen). Die Fähre legt in Swartz Bay an und wir starten unsere Fahrt über die Insel. Vorher bei Google bereits ausfindig gemacht: Port Renfrew. Wir wollen an der Küste entlang fahren und endlich das Meer sehen. Die Fahrt über die Insel verspricht jede Menge Natur und dazu eine ausreichende Anzahl an Kurven. Wer Wald mag ist hier genau richtig. Kaum Verkehr, je länger wir fahren. Wir entscheiden uns eine Rundroute zu fahren: Swartz Bay, Langford, Sooke, Port Renfrew, Lake Cowichan, Somenos, Nainamo. Große Ortschaften? Fehlanzeige. Genug Getränke und Nahrung ist nötig, denn Einkaufen auf dem Weg ist schwierig bis unmöglich. Wir waren zum Glück gut versorgt. (für mich und meine Laune übrigens sehr wichtig: genug zu Essen).

Essen im Ferry-Terminal Tsawassen

Wir haben ihn entdeckt

Auf halbem Weg finden wir ihn, den Pazifik. Eine kleine Bucht, ohne Menschen, ohne Tourismus – so sollte es sein. Wir genießen einen kleinen Snack und die Ruhe des Meeres. Es ist nicht sehr warm und wir sind froh, dass wir den „Zwiebellook“ dabei haben. Das Wasser ist so kalt, dass es richtig weh tut, dabei hatten wir sogar Badesachen dabei. Satz mit X …. ganz egal, die Insel hat uns entschädigt. Mit jeder Menge Natur, tollen Aussichten und Ruhe, genau das richtige für uns.

Rückfahrt nach Vancouver

Nach der großen Rundfahrt (ca. 4 Stunden) geht es mit der letzten Fähre Richtung Vancouver, vom Terminal in Nainamo. Wir stehen nicht darauf, die gleichen Strecken zurückzufahren, daher die Rundroute und eine andere Fähre. Gleiches Prozedere: Essen und Trinken, Auto drauf, ca. 1,5h Fahrt, diesmal Landung in Horseshoe Bay (nordwestliches Terminal von Vancouver).

So haben wir alle verschiedenen Möglichkeiten genutzt.

Auf der Fahrt, der wohl schönste Sonnenuntergangden ich jemals bestaunen durfte. Ich liebe das Meer und es hat uns einen wunderbaren Abschluss des Tages geschenkt. Erkennst du die Schönheit der Natur, in dem Foto? So beschließen wir unsere Zeit in Vancouver, es wird Zeit für den nächsten Step auf unserer Reise. Mehr dazu, im nächsten Blogpost. Bleib dran 😀